Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V.

Termin

14.11.2017 bis 13.12.2017 | Regionalgruppe Düsseldorf

VDJ Düsseldorf: Aktuelle politische Strafverfahren in der Türkei – Handlungsoptionen für deutsche Anwält*innen +++ Mo, 11.12.17, 19h30 im zakk Düsseldorf

Der Berliner Rechtsanwalt Dieter Hummel berichtet

am Montag, den 11.12.2017, 19h30, zakk (Studio), Fichtenstraße 40, 40233 Düsseldorf.

In kurzen Zeitintervallen empört die türkische Regierung die Öffentlichkeit mit neuen Verhaftungen und Strafverfahren. Die immer noch geltenden Notstandsgesetze werden gerne gegen jede Art von politischen Oppositionellen genutzt. Von der Verhaftungswelle bedroht sind Journalisten, Gewerkschafter, Richter, Beamte und auch zahllose Strafverteidiger, insbesondere solche, die politische Oppositionelle (Kurden, Linke und angebliche FETÖ Unterstützer), völlig unabhängig davon, ob sie etwas mit der Gülen-Bewegung zu haben oder in Opposition zu ihr stehen.

Nach den Berichten von Menschenrechtsorganisationen sollen gegenwärtig 555 Anwält*innen verhaftet sein, 1415 sollen angeklagt sein, 62 wurden bereits zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Einige der verhafteten Anwält*innen soll misshandelt und gefoltert worden sein. Unter den betroffenen Anwält*innen befinden sich auch viele aus den beiden Schwesterorganisationen der VDJ, ÇHD und ÖHD.

Der Referent, Rechtsanwalt Dieter Hummel aus Berlin, ehemaliger Vorsitzender der VDJ, hat an verschiedene dieser Strafverfahren als Beobachter teilgenommen, ebenso wie an einer vom Europäischen Dachverband EJDM organisierten Beobachterdelegation in Diyarbakir im Januar 2016. Er vertritt auch die in der Türkei inhaftierte deutsche Journalistin Mesale Tolu und konnte diese im Gefängnis besuchen. 

Veranstalter: Vereinigung Demokratischer Jurist*innen e.V., zakk



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