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Menschenrecht auf Bildung: Zugänge – Übergänge – Ausschlüsse

Tagung am 14.11.2009 in Berlin

Mit den weit in den Bildungssektor hineinwirkenden Elementen eines Bildungsmarktes nehmen die Unterschiede in der Finanzierung von Bildungseinrichtungen zu. Studiengebühren sind lediglich ein Symptom dieser Entwicklung, bei der Bildungschancen neu – und das heißt: noch ungleicher als bisher – verteilt werden. Die Vorstellung einer Bildungsbeteiligung als Rechtsanspruch erweist sich zunehmend als die politische Fundamentalalternative zu derartigen neoliberalen Deregulierungsregimen im Bildungsbereich. Die daraus resultierenden, sich zuspitzenden Widersprüche sollen auf der Tagung diskutiert werden.

Veranstalter:

- ARBEITSGRUPPE ALTERNATIVE WIRTSCHAFTSPOLITIK
- BdWi
- FIB - Forschungs- und Informationsstelle beim BdWi
- freier zusammenschluss der studentInnenschaften – fzs
- Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – GEW
- Rosa-Luxemburg-Stiftung
- Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V. (VDJ)
- Europäische Vereinigung von Juristinnen und Juristen für Demokratie und Menschenrechte (EJDM)

Samstag, 14.11.2009, 11:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Programm:
11.00 Eröffnung/Begrüßung/Vorstellung der Tagungsziele

11.30 – 12:00

Prof. Dr. Mechthild Schrooten, Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik
Kommentar: Die Lage öffentlicher Haushalte nach den Bundestagswahlen und Konsequenzen für die Bildungsfinanzierung

12:00-13:45

I. Recht auf Bildung – Bildung und Demokratie


Heiner Fechner, VDJ
Menschenrecht auf Bildung in internationalen Vereinbarungen und politische Durchsetzungsdefizite

Jana Schultheiss, BdWi
Warum die marktliche Steuerung von Bildungsbeteiligung systemische Fehlsteuerungen am gesellschaftlichen Bildungsbedarf vorbei produziert


13.45 – 14.30 Mittagspause

14.30 – 16.00

II. Hochschulen als Exerzierfeld ›wettbewerblicher‹ Bildungseinstiege – der Hochschulzugang

Dr. Andreas Keller, Vorstand GEW
Das aktuelle Zulassungschaos bei der Studienaufnahme und seine ›theoretischen‹ Grundannahmen – warum das ›neue Modell‹ von HRK und BMBF nicht funktionieren kann

Sonja Staack, ver.di Berlin
Die Kapazitätsverordnung als Bremsklotz neoliberaler Reformen – politische Bedeutung

Klemens Himpele, BdWi
Grenzen und Möglichkeiten gleicher Bildungschancen – wie kann der Hochschulzugang sozial ausgebaut werden?

16.00 – 16.30 Kaffeepause

16.30 – 17.30

III. Hochschuleingangsprüfungen als neoliberale Subjektformierung und Austreibung kritischer Wissenschaft

Torsten Bultmann, BdWi

Am gesellschaftlichen Bedarf vorbeigetestet – Generalkritik der gegenwärtigen Testindustrie

Vanessa Lux, Dipl.-Psych.
Wie wissenschaftliche Kontroversen durch Hochschuleingangstests ›entschieden‹ werden – exemplarische Kritik der aktuellen Psychologietests


Ort: Berlin, Beuth Hochschule für Technik Berlin, Luxemburger Straße 10, 13353 Berlin

Anreise:
U-Bahn Linie 9, Haltestelle Amrumer Straße

Nähere Informationen:
bdwi@bdwi.de
Torsten Bultmann, 0228-219946.

Um Anmeldung wird gebeten.

Das Programm als Flyer:
Menschenrecht_auf_Bildung.pdf 489.91 KB

 

31/10/2009 - 16:06 - © VDJ