Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V.

Mitteilung

Afghanistanpetition: Krieg beenden! Zivil unterstützen! Friedenspolitisch vermitteln!

In der vom Netzwerk Friedenskoordination initiierten Petition an den Deutschen Bundestag fordern die Initiatoren und eine Vielzahl von friedenspolitischen Gruppierungen im Vorfeld der Mandatsverlängerung Bundestag und Bundesregierung auf, sich für die sofortige Beendigung des Kriegseinsatzes und Verwendung der freiwerdenden Gelder für die Verbesserung der dortigen Lebensbedingungen einzusetzen sowie für konsequente Friedensverhandlungen zwischen den Konfliktparteien. Die VDJ unterstützt die Petition.

Petition an den Deutschen Bundestag

Afghanistan:
Krieg beenden! - Zivil unterstützen! - Friedenspolitisch vermitteln!

Wir fordern von Bundestag und Bundesregierung

  • den Stopp aller Kampfhandlungen und den sofortigen Beginn des Abzugs der Bundeswehr aus Afghanistan.
  • Die frei werdenden Gelder sollen für die Verbesserung der Lebensbedingungen der afghanischen Bevölkerung nach deren Bedürfnissen eingesetzt werden.
  • Statt weiterer militärischer Eskalation soll sich die Bundesregierung für Friedens-verhandlungen zwischen den Konfliktparteien innerhalb und außerhalb Afghanistans einsetzen.

Begründung:

Der Krieg in Afghanistan hat viele Opfer auf allen Seiten und vor allem unter der afghanischen Zivilbevölkerung gefordert und verhindert alle Möglichkeiten für eine Befriedung der Region. Dennoch wollen die an ISAF und OEF beteiligten Staaten die Kampfhandlungen weiter verstärken. Mehr Opfer und mehr Hass werden die Folge sein, während der nötige und friedensfördernde zivile Aufbau weiterhin eine untergeordnete Rolle spielt und Hilfsorganisationen sich sogar den militärischen Strategien unterordnen sollen.

Stattdessen sollte die deutsche Politik alle Anstrengungen zur Förderung von Verhandlungen unternehmen. Solche Bemühungen können nur gelingen, wenn alle Konfliktparteien incl. der Taliban und der Nachbarstaaten im Sinne einer Friedensordnung für die Gesamtregion einbezogen werden. Die Bundesrepublik kann dabei eine konstruktive Rolle spielen. Auch deshalb muss mit dem Abzug der Bundeswehr sofort begonnen werden.


Die Petition wird bisher von folgenden Organisationen unterstützt:

Aachener Friedensmagazin aixpaix.de; Aachener Friedenspreis e.V.; Arbeitsstelle Frieden undAbrüstung (asfrab); Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF); Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion - KURVE Wustrow e.V.; Bund für Soziale Verteidigung e.V.; Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide; Friedenskreis Halle e.V.; Friedensrat Markfräaflerland; Internationaler Versöhnungsbund Deutscher Zweig e.V.; Juristinnen und Juristengegen atomare, biologische und chemische Waffen (IALANA); Informationsstelle für Friedensarbeit, Meckenheim; Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW); Komitee für Grundrechte und Demokratie; Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.; Menschen für den Frieden Düsseldorf; Netzwerk Friedenskooperative; Netzwerk Friedenssteuer e.V.; Ökumenisches Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit, Berlin; pax christi, Internationale Katholische Friedensbewegung, Deutsche Sektion; Sichelschmiede - Werkstatt für Friedensarbeit in der Kyritz-Ruppiner Heide; Würselener Initiative für den Frieden, Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V.

 

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